Donnerstag, 10. September 2009

Moon over bourbon street

Bye, bye New Orleans.. Wilde Stadt. Glücklicherweise sind wir übers Wochenende da gewesen. Das french quarter (großartige spanische Architektur; die ursprünglich französischen Häuser sind im 18. Jh. abgefackelt) war proppenvoll, vor allem mit halbnackten Männern und Frauen, die alle zum Southern Decadence (das erwähnte Homo-Festival) pilgerten. War fast wie beim mardi gras, dem Karneval in New Orleans: die Leute werfen Ketten von den Balkons, entblößen alle möglichen Körperteile und trinken Shots, die ihnen von den Verkaufsdamen Mund zu Mund verabreicht werden. Außerdem gibts zahlreiche Bands, die Jazz und anderes spielen.
Man kann gar nicht anders, als sich Atmosphäre in den Straßen mitreißen zu lassen. Das hält man meist aber nicht lang durch, weil einen das Wetter schnell demontiert. Es ist unglaublich schwül. Kein Wunder, dass New Orleans als nördlichste Stadt der Karibik bezeichnet wird. Unterstützt wird das Ganze durch immernoch praktizierten Voodoo-Kult, den die Franzosen und Spanier quasi über ihre Sklaven von der Hispanola importierten, und die großartige kreolische Küche. Jan würde jetzt bestimmt pöbeln, weil überall Meeresfrüchte drin sind. Könnt noch ewig mehr berichten, aber das würde den Rahmen sprengen und wird deshalb aufgeschoben.
Momentan fahren wir mit dem Zug durch die Sümpfe Louisianas. Draußen sind ca. 30 Grad und es schüttet wie aus Eimern. Soll uns aber am Allerwertesten vorbei gehen, weil wir unser nächstes Ziel, El Paso, Texas, erst in 29 Stunden erreichen. Austin überspringen wir einfach mal. Liberale Städte gibts schließlich auch in Europa. Außerdem scheint in El Paso (und sowieso in der angrenzenden Ciudad Juarez in Mexiko) die Luzi abzugehen: Im Hostel erzählte mir ein Typ aus Boston, MASS, er hätte sich dort vor 4 Jahren sturzbetrunken mit einem Texaner duelliert, der ihm ins Knie schoss. Zum Krankenhaus hätte er's aber erst am nächsten Tag geschafft, nachdem er feststellte, dass die Badewanne, in der er aufwachte, ziemlich angefärbt war. Man denke sich seinen Teil. Howdy und bis bald

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