Da sind wir also in El Paso an der mexikanischen Grenze. Die Zugfahrt hierher war trotz ihrer Länge ganz erträglich, zumal wir ungefähr viermal soviel Platz wie im Greyhound hatten und man allerlei Kontakt mit netten Menschen hatte (soviel, dass Jan es zwischenzeitlich ziemlich auf den Kranz ging).
Bspw. zu Jimmy, 35, Musiker, sowohl optisch als auch vom Alkoholkonsum eine Mischung aus James Hetfield und Tom Waits. Der war auf dem Weg nach Tucson, Arizona und hat und prompt seine Nummer gegeben, damit wir mit ihm einen drauf machen können, sobald wir in der Gegend sind. Dürfte aber zeittechnisch knapp werden..
El Paso ist ein Traum. Trocken, sonnig und alles verdammt günstig hier, was evtl. auch an der Nähe zu Mexiko liegen könnte.. Die spürt man auch in der Stadt: mit Englisch kommt man oft nicht allzu weit. Ciudad Juarez auf der anderen Seite des Rio Grande ist keine 10 min Fußmarsch entfernt. Die Buritos sind eine wahre Gaumenfreude. Alles andere ist mit Vorsicht zu genießen. Organ-, Drogen- und Menschenhandel blühen hier. Ein texanischer Vietnamveteran, erzählte uns, dass allein dieses Jahr 4000 in Juarez über den Jordan geschickt wurden. Octavio, der Buritomensch, wollte uns in die Stadt zum 'pussy market' (was zur Hölle?!) führen - Dankend abgelehnt und schnell wieder raus aus Mexico. Achso, der Rucksack mit Jasmin drin wurde übrigens geklaut.
Dafür gings in die Wüste New Mexicos (the hills have eyes) zur White Sands Missile Range und National Monument. Darüber wird aber gleich Jan berichten. Macht nicht so doll
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ich wollte nur rückmelden, dass ich euch weiterhin verfolge.
AntwortenLöschenGrüße aus dem Allgäu (immer noch)!